Was unterscheidet den Liebhaber von einem festen Partner – ein unzeitgemäße Betrachtung

Was mich animiert, solch eine Überlegung anzustellen? Es kann nur der Gestalt sein, dass man eine gewisse Betroffenheit verspürt und dieser auf den Grund zu gehen versucht.

Nach einer kurzen Begriffsbestimmung, die mich dieses Mal zu Wikipedia geführt hat, erhärtet sich mein Verdacht – der Unterschied existiert nur in einer Kleinigkeit – der Eine bleibt ohne Happy End zurück. Wie ich auf diese Gedanken komme, dem möchte ich hier Raum schenken, dass eine Mal noch, denn dann wird alles gesagt sein.

Bei einer weitestgehenden Abstraktion des Begriffes Liebhaber, kann man genau soviel sagen, diese Person unterhält ein Liebesbeziehung zu einer Frau die nicht zur Verfügung steht, gleichwohl bringt er ihr große Liebe und Faszination entgegen, gleich dem eines Kunstliebhabers. Doch ist nicht die Angebetet das viel größere Kunstwerk, dass man sooft es auch nur möglich erscheint, um sich haben möchte?

Auch wenn einstweilen klar gemacht wurde, welche Optionen solch ein Unterfangen bietet, so kann es dem Einen nicht weiter übel genommen werden, wenn sich dieser über alle Maßen mit dem Quell seiner tiefen inneren Zufriedenheit so nah, als möglich identifiziert. Mit identifiziert ist hier genau das gemeint, was Kafka schon sehr treffend beschrieb:

Liebe ist alles, was unser Leben steigert, erweitert, bereichert. Nach allen Höhen und Tiefen. Die Liebe ist so unproblematisch wie ein Fahrzeug. Problematisch sind nur die Lenker, die Fahrgäste und die Straße.

Unnötig zu sagen, dass man mit bestem Wissen und Gewissen, die Gegebenheiten akzeptiert hat und doch ist es diese innere Leere die man verspürt, sobald das liebliche Lächeln hinter der Tür des anderen Ortes, nämlich des Ortes an dem man selbst nicht immer zu sein vermag, verschwindet. Nicht das Mitleid soll jetzt laut werden, sondern das Feuer soll euch wärmen, dass Feuer der Leidenschaft, die so viele Leiden schafft. Die Leiden desjenigen, der sich zu weit vorgewagt und am süßen Nektar der Erkenntnis naschte, sie wachsen und gedeihen und vermögen doch nicht zu welken, die Blumen auf der Wiese des Verlangens.

So wie eine Biene schwebt ich dahin, sah viele welke, ja ganz verdorrte Stängel, die der Krone warn beraubt, doch flog ich weiter, zu finden meine Göttin, deren Glanz mich für immer an sie band.

Wie ich so schwebend, vor ihr war, ich mich in ihrer lieblich Eleganz verlor, da  vergas ich, welch Versprechen uns verband, begehren ja nur lieben nicht, auch wenn das Herz daran zerbricht.

So steh ich hier, ich alter Tor, und wie ich verstand, was mir geschah, schon war die Göttin nicht mehr da, ihr zarter Duft der mich betört, und meine Sinne für die Welt verstört, band mich still für alle Zeit, an den Gedanken, mit ihr zu zweit.

Was bleibt sind diese kurzen Zeilen, die mich erinnern, es lohnt zu verweilen, nur verschenke nie dein Herz geschwind, an einen Gedanken der so nicht stimmt.

Nun kann man sagen, die Moral von der Geschicht, ist Frauen die vergeben sind, die liebe einfach nicht? Ganz gleich wie groß der Weltenschmerz, es war es wert, was soll der Terz. Doch Sie, die Eine, sie glaubt es nicht, wie schön es ist, auch wenn es so nichts ist. Drum geh ich stumm von dannen und weine nicht, was soll’s bringen, genauso der verlorne Reim, und nur die Welt, die so bleibt. Das Ende hier mit Wankelmut, bleibt nur zu sagen: Danke für die schöne Zeit, für alles weitere steh ich gern bereit, zu tragen dich Händen, bis sich das Leben neigt zu enden.

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