Das Hackintosh-Projekt

Am Anfang steht immer ein Gedanke der geformt werden muss, so auch bei meinem Hackintosh-Projekt – Codename: G4. Ziel war es, dass durchaus ansehnliche Design eines alten Apple Power Mac G4 mit einem herkömmlichen ATX-konformen Mainboard zu kombinieren, um an einem „richtigen“ PC arbeiten zu können. Das Ziel für später lautet HTPC, was dazu noch alles fehlt, folgt im Text.

Vorbemerkungen:
Da gewöhnlich nur sehr wenig an einem Apple-Produkt sich an irgendwelche Standards hält, ist dieses Projekt unweigerlich mit einem erheblichen Bastelaufwand verbunden gewesen. Von Vorteil sind ein Dremel, Werkbank mit Schraubstock, Nieten + Zange, diverse Schraubendreher und natürlich eine Wasserpumpenzange. Weiterhin ist eine Bohrmaschine oder Akkuschrauber mit Metallbohrer unverzichtbar sowie ein Lötkolben nebst Lötzinn UND Sekundenkleber für Metall. Und dann wäre da noch das Gehäuse eines G4 und den nötigen ATX Komponenten. Anhand der Bilder werde ich kurz umreißen, wo die Haken und Ösen gelegen haben.

Umbauanleitungen gibt es im Netz schon viele, die für mich wichtigsten möchte ich hier einfach verlinken. [1] [2]

Komponenten:
ASUS M4A78L-M
AMD Athlon 64 X2 6000+ (Windsor) – Scythe Kozuti + Scythe Slip Stream Slim 120mm
2 x 1GB Kingston DDR2-800 (4-4-4-18)
HIS HD4850 IceQ (512MB)
Seagate ST9250410ASG – Scythe Himuro Mini
LG GH24NS
Antec Netzteil (modular, 80mm)
Windows Leistungsindex: 6,1/5,5/7,3/7,3/5,9

Wie das geschulte Auge ganz leicht sieht, sind das keine typischen HTPC-Komponenten. Zu viel Verlustleistung in einem zu kleinen Gehäuse – keine SSD und kein MINI-ITX Mainboard mit einer APU ABER es funktioniert trotzdem😀

Besonderheiten:
Da die „groben“ Arbeiten schon in den Tutorials beschrieben wurden, widme ich mich nur kurz der originalen Bedienkonsole. Hier geht ohne Lötkolben gar nichts. Der Grund dafür liegt auf der Platine selbst – ein eigener Schaltkreis. Auf den Bildern sieht man die zerkratzten Stellen, dass ist wichtig, da sonst die aktiven Leiterbahnen einen Kurzschluss verursachen. Einfach einen Cutter nehmen und beständig drauf herum kratzen bis es weiß durchschimmert.

Klebt man die Kabel wie gezeigt fest und verlötet alles, dann funktionieren die Bauteile danach wie gewöhnlich.

Impressionen:

Da der Airflow in dem Gehäuse nicht zu den Komponenten passt, waren Optimierungen nötig.

  1. Loch im Boden – 120 x 120 mm + Staubfilter
  2. be quiet! Shadow Wings 140 mm Mid Speed
  3. XILENCE Slot Lüfter (7V)

Das Netzteil konnte nicht gedreht werden, da dieses Gehäuse seitenverkehrt aufgebaut ist. Ein 120 mm Netzteillüfter würde zur Rückseite gerichtet sein – dreht man ihn um, passt die Optik an der Rückseite nicht mehr. Ein Netzteilumbau hab ich dagegen noch nicht versucht.

Dazu kommen noch einfach Dämmmatten von CONRAD aus dem KFZ-Bereich. Sie sind dünn (2 mm) und kleben sehr gut – überdecken alle nervigen kleinen Löcher und Bohrungen und minimieren etwaige Vibrationen.

Das Laufwerk ist eine weitere Baustelle. Entweder ein MINI-ITX Mainboard kaufen oder aus dem vorhanden LW etwas rausschneiden. Da es die Windows 7 Installation überstanden hat, denke ich, dass es dadurch nicht beschädigt wurde.

Der Festplattenkäfig ist zum Teil aus einem anderen alten ATX-Gehäuse entwendet und ermöglicht noch eine 2. Festplatte trotz des Lüfters. Zusätzlich sind noch ein paar Millimeter Platz bis zur Grafikkarte. Glück muss man auch mal haben😉

Ein bisschen Disco wollte ich auch einbauen, 2 Revoltek Kaltlichkathoden haben dann noch den Weg hinein gefunden – sind aber überflüssig, da es nicht wie gewünscht wirkt.

Und jetzt noch ein paar Bilder wie er läuft😀

Und Dank  crapy WordPress keine Galerie sondern alle Bilder einzeln. -.-

Fazit: War lustig aber ob ich noch einen Umbau unternehme, um daraus einen HTPC zu machen ist fraglich. Da wäre ein G4 Cube passender😀

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