Torchlight 2 – Hack & Slay Revolution?

Torchlight 2 ist nicht umsonst ein Spiel geworden, welches sich sehr stark an Diablo 2 orientiert. Schließlich arbeiten viele der ehemaligen Macher dieses Genre-Primus an einer heimlichen Revolution oder womöglich doch nur Evolution dieses Klassikers, der in den Herzen niemals alt zu werden scheint? Ganz gleich wie diese Reise am Ende auch ausgehen mag, schauen wir uns an, wie es sich bisher entwickelt hat.

Dieser Beitrag fußt auf meinen Erlebnissen der Klasse Embermage auf dem Schwierigkeitsgrad Normal.

Aufbau & Herkunft

Wer einmal Torchlight 1 gespielt hat, erinnert sich womöglich noch am ehesten an die Diablo 2 Wurzeln. Hier bestand die Spielwelt hauptsächlich aus Dungeons, die zwar immer wieder anders aussahen, aber in Summe kaum etwas Neues boten. Dieses triste „nur nach unten“ fiel einem sehr viel ansprechenderem Konzept zum Opfer – die offenen Außenabschnitte erblickten das Licht der Hack & Slay Welt und präsentierten sich sehr abwechslungsreich. Beim Konzept blieb man sich treu, je Abschnitt oder Akt eine „Basis“, drumherum die bereits angesprochenen weitläufigen Areale, die hier und da Dungeons aufweisen. Diese sind für die eher überschaubaren Quests eine willkommene Einladung die Boss-Gegnern, die meist bildschirmfüllend ausfallen, dass virtuelle Leben zu nehmen und so kräftig gewaltige Items einzusacken.  Der große Vorteil gegenüber Diablo 3 ist die wahre Vielfalt von sinnvollen Gegenständen, die das Vorankommen erleichtern. Für ein komplettes Set muss man so nicht zwangsläufig tagelang spielen, was am Anfang kaum sinnvoll ist, da es schnell bessere Gegenstände gibt und gleichzeitig stimmt diese Vielfalt zuversichtlich, hoffentlich bald das „ÜBER-ITEM“ zu finden, welches viele Stunden gute Dienste leistet. Gleich vorweg, solche Gegenstände droppen wirklich ab und an🙂
Die angesprochene Vielfalt der Gegenstände mag störend wirken, weil was fängt man mit ihnen an, wenn der Char vollständig ausgerüstet ist? Richtig wir nutzen das treue Haustier, welches nicht nur kämpft und selbst auch ausgerüstet werden kann, sondern auch fleißig unsere überflüssigen Gegenstände bunkert und diese mit einem Klick in der Stadt verkauft. Zu guter Letzt bringt es auf Wunsch auch noch einige wenige Sachen von dort wieder mit aufs Schlachtfeld – welch nützlicher Bote. Die Frage nach dem Ziel dieses Verkaufsmarathons liegt anfangs nicht zwingend auf der Hand, bekommt aber in späteren Spielabschnitten eine besondere Bedeutung. Da überall Möglichkeiten bestehen, Gegenstände verzaubern zu lassen, braucht man eine ganze Menge Gold. Zum ersten Teil hin hat sich geändert, dass keine Möglichkeit mehr existiert, alle Verzauberungen zu verlieren, dafür kann man jetzt nur noch 2 manchmal auch 3 mal hintereinander verzaubern und muss unerwünschte Verzauberungen ebenfalls für Gold rückgängig machen lassen. Das geht bei einzigartigen Gegenständen schnell ins Gold und man freut sich an dieser Stelle über sein bereits tapfer angespartes Vermögen. Daneben lassen sich noch eine ganze Menge weitere“ Kleinigkeiten“ entdecken – jetzt soll sich erst einmal alles um die Fertigkeiten drehen.

Skills & Stats

Weitere Ähnlichkeiten zu Diablo 2 lassen sich ebenfalls im Attribute-Menü finden, da hier wieder die 4 bekannten Attribute vorherrschen, die jedoch immer mal anders benannt, den jeweils 4 Klassen entsprechen. Um es nicht zu verkomplizieren, hier der Überblick, den ich zugegebenermaßen nicht selbst neu erstellt habe, daher der Verweis.

Strength (Increases all weapon damage; Increases damage done by critical strikes)
Dexterity (Increases critical strike chance; Increases dodge chance (the chance to evade an attack); Increases fumble recovery (reduces the damage penalty for fumbled attacks))
Focus (Increases maximum mana; Increases all elemental damage; Increases execute chance (the chance of attacking with both weapons simultaneously when dual wielding similar weapons))
Vitality (Increases maximum health; Increases armor; Increases block chance (chance to block when using shields))

Quelle: http://torchlight.wikia.com/wiki/Stats_%28T2%29

In meinem Fall bedeutete das, dass es unausweichlich war, alle Attributspunkte auf  Focus zu legen. Denn magischer Schaden ist das Hauptanwendungsgebiet eines Magiers, ohne dass er ziemlich schnell mit der Nase im Sand liegt. Alle anderen Attribute habe ich mit den entsprechenden Gegenständen, die ein Plus auf XY hatten, überbrückt. Besonders wichtig ist es, genügend Gesundheit zu haben, da klassenbedingt die Rüstungswerte eher überschaubar ausfallen. Eine weitere Ähnlichkeit fällt bei den erlernbaren Fertigkeiten auf, die je nach Klasse unterschiedlich ausfallen. Dennoch haben die Torchlight 2 Macher hier einiges geleistet, indem sie nämlich die folgenden Fähigkeiten nicht von denen davor abhängig machten und selbst den Startfertigkeiten alle 5 Level einen zusätzlichen Bonus geben. Damit bleibt auch ein Startskill wirksam bis zum Endgegner – großartige Leistung, Danke!

Hier ein Screenshot aus einem späteren Spielabschnitt.

Besonderheiten und Anforderungen

Eine Neuerung betrifft die „Charge“ Leiste im unteren Bildschirmbereich, diese füllt sich durch verschiedene Aktionen. Meist durch wirken von Zaubern und Attacken auf Feinde, die schlussendlich in einer kurzen Phase von unendlicher Magie münden. Ganz nützlich vor allem wenn die Feinde in der Überzahl oder besonders stark sind.

Fame: Alle Bossgegner erhöhen die Berühmtheit des eigenen Charakters und ermöglichen für je einen Aufstieg einen zusätzlichen Fertigkeitspunkt zum Steigern zu erlangen.

Die Möglichkeiten dieses Spiel zu genießen umfassen folge Modi: Singleplayer (ohne Internet auf dem eigenen PC), LAN (ebenfalls ohne Internet aber mit mehreren Spielern im lokalen Netzwerk) und Online (ganz klar im Multiplayer mit bis zu 5 anderen Mitspielern).

Der Schwierigkeitsgrad, der am Anfang zu wählen ist, verändert sich vorläufig nicht, allerdings ist es möglich sich in jedes andere Spiel mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden einklinken und auch selbige erstellen. Wem es also zu einfach wird, der spielt einfach den nächsten Abschnitt auf einem anderen Schwierigkeitsgrad. Ebenfalls mit dabei ist der Hardcore-Modus, bei dem einmal Sterben, das unweigerliche Ende darstellt.

Die Systemanforderungen fallen ebenfalls moderat aus: Microsoft Windows Vista / XP / 7 – CPU 2 GHz – RAM 2 GB – HD 2 GB, dass bedeutet auch, dass die Intel HD Grafiklösungen durchaus für etwas Spaß sorgen können. Für höhere Auflösungen gilt wie überall: mehr ist immer besser😀

Endgame oder was ist wenn ich durch bin? Zu diesem Zweck existieren 2 spezielle Modi: Mapworks und Game Plus. Bei Mapworks kauf man sich Schriftrollen von Dungeons die dann mit Monstern gefüllt auf einen warten und zum weiteren anspruchsvollen Item-suchen einladen. Bei Game Plus fängt die Kampange wieder von vorn an, allerdings auf genau dem Level mit dem man den Endgegner getötet hat. Das garantiert mehr Anspruch und schafft so überhaupt erst die Möglichkeit bis auf Level 100 aufzusteigen.

Und so kann man aussehen, wenn man den ersten Durchlauf für sich entschieden hat!

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