Antec P150 – das zweite Leben einer Diva

Antec-p150
Antec P150 (2006) Auslieferungszustand

Als wir 2006 auf einer LAN jeder ein Gehäuse für den Sieg in Battlefield 2 gewannen, wusste ich noch nicht für welche Perle ich mich da entschied. Bis auf einen Pappkarton mit dem Antec-Logo und der Produktbezeichnung ließ sich nicht viel erkennen. Da damals mobiles Internet noch nicht zum Standard gehörte, wählte jeder im Team sein Gehäuse auf gut Glück aus. Ich für meinen Teil kann nur sagen: Glück gehabt! Auch wenn das Platzangebot, die Möglichkeit Kabel geschickt außerhalb des Sichtfelds zu verlegen und die Kühloptionen heute nur noch als Durchschnitt zu bezeichnen, so wagte ich dennoch eine komplett Erneuerung.

Antec P150 (2006) Auslieferungszustand

Um die Veränderungen besser beurteilen zu können, möchte ich zuerst ein paar Bilder des Ausliefungszustandes präsentieren. Diese musste ich mir zwar im Internet zusammensuchen, dennoch bilden diese meine erinnerten Eindrücke sehr gut ab.

Antec P150 (Front)
Antec P150 (Front)
Antec P150 (Heck)
Antec P150 (Heck)
Antec P150 (Innenraum)
Antec P150 (Innenraum)
Antec P150 (Innenraum Front)
Antec P150 (Innenraum Front)
Antec P150 (Boden)
Antec P150 (Boden)

Wie man sehr gut sehen kann, besteht die Belüftung aus zwei 92mm Front-Lüftern, die durch ein Staubfilter geschützt werden. Rückseitig steht ein 120mm Lüfter und ein Standard-ATX-Netzteil zur Entlüftung bereit. Darüber hinaus fehlen eine Geräuschdämmung, entkoppelte Lüfter und eine Lüftersteuerung. Als Bonus sei erwähnt, dass das Netzteil sehr lange sehr gute Dienste geleistet hat, bis es aufgrund von elektronischen Geräuschen ausgewechselt werden musste.

Antec P150 (2013) CaseMod

Der Umbauprozess begann langsam und unauffällig, zuerst mit neuen Lüftern, später mit einem anderen Netzteil und schließlich wanderten die Festplatten in die 5,25 Zoll-Laufwerksschächte, um den Luftstrom zu optimieren. Erst der Kontakt zu einem Hobby-Lackierer eröffnete mir eine neue Option, da zwischenzeitlich schon der ein oder andere hässliche Kratzer einer Frischzellenkur mehr als nötig erscheinen ließ. Als Problem erwies sich nur die Farbe, da das Weiß der Seiten zur Front passen musste, welche aber aus Plastik und Alu bestand und nicht lackiert werden konnte. Daher entstand das jetzige Muster, welches farblich immer wieder sanft gebrochen wird und somit kaschiert, dass es nicht das original Weiß ist.

Antec P150 (Tür)
Antec P150 (Tür)

Das Ergebnis ist beeindruckend, die Weiß-Grau-Metallic-Lackierung wertet das Original merklich auf und reflektiert sogar je nach Winkel das Licht.

Antec P150 (Tür innen)
Antec P150 (Tür innen)

Um die mögliche Größe des CPU-Kühlers nicht einzuschränken, entschied ich mich für eine günstige Form der Gehäusedämmung. Nachdem beide Türen eine Dämmung aufwiesen, folgte der Rest des Gehäuses.

Antec P150 (Seite)
Antec P150 (Seite)

Das Endergebnis der Umbauaktion zeichnet sich durch maximale Leistung bei bestmöglicher Ausnutzung des vorhandenen Platzes aus. Spätestens jetzt wird klar warum die Dämmung der Tür nicht zu dick ausfallen durfte, ein Thermalright HR-02 Macho braucht einfach seinen Platz. Die vielen SATA-Kabel können unterdessen nicht darüber hinwegtäuschen, dass es keinen Platz gibt diese zu verstecken. Hier zeigt sich das ein so altes Gehäuse auch seinen Tribut fordert.

Antec P150 (Boden Lüfter)
Antec P150 (Boden Lüfter)

Nur mit den beiden 92mm-Lüftern gestaltet sich die Belüftung denkbar schwierig, da wenig geräuscharm. Des Rätsels Lösung: ein Loch, passend für einen 140mm-Lüfter im Boden. Mittels eines Dremels und einer Stichsäge war die ganze Aktion dann auch schnell umgesetzt. Abschließend noch den Staubfilter anbringen und fertig ist die dringend benötigte Frischluftzufuhr.

Antec P150 (Seite Kabel)
Antec P150 (Seite Kabel)

Ein Minimum an Kabelmanagement ist möglich, aber eben auch stark begrenzt, da einfach der Platz hinter dem Mainboard fehlt.

Antec P150 (Front offen)
Antec P150 (Front offen)

Die offene Front zeigt zweierlei sehr gut: 1. die Festplattenbefinden sich oberhalb in ihren Dämmboxen und 2. die Grafikkarte befindet sich im ungehinderten Luftstrom der beiden vorderen Lüfter.

Antec P150 (Heck)
Antec P150 (Heck)

An der Rückseite musste ich glücklicherweise nichts ändern, wobei die Entkopplung des 120mm-Lüfters und des Netzteils auch noch einen gewissen marginalen Nutzen bringen könnten.

Abschließend folgen nun noch die technischen Spezifikationen der verbauten Komponenten und das fertige Gehäuse. Es steht nun auf einem kleinen Podest, um dem Lüfter auf der Unterseite ein möglichst einfaches Arbeiten zu ermöglichen.

Antec P150 (HW-Info)
Antec P150 (HW-Info)
Antec P150 (Casemod by OG3r)
Antec P150 (Casemod by OG3r)

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