Erfolgreiches Schreiben im Web

Alle wollen bei der Suchmaschinen-Optimierung (SEO) mit allen möglichen Tricks nach vorn, übersehen dabei aber einen entscheidenden Fakt: Nicht die Tricks bestimmen über das Ranking, sondern die Qualität des Contents. Das neuste Google Update Panda 4.0 (Mai 2014) verstärkt diesen Trend umso mehr, da vor allem Content-Aggregatoren zu den großen Verlierern gehören. Gewinner sind hingegen Seiten mit eigenem aktuellen und einzigartigem Content. Nur wie kommt man dazu?

Der einzigartige Content entsteht natürlich nicht von selbst und auch nicht dadurch, dass man fleißig irgendwo kopiert und einfügt. Auch sollten Stil und Layout beachtet werden, da sich gerade Suchmaschinen anhand der Logik des Artikel orientieren und somit auch bewerten. Deshalb steht an erster Stelle die Artikelstruktur!

Artikelstruktur – der Wegweiser durch den Content

Ein Blick in die Zeitung hilft mehr als man denkt! Denn auch wenn Zeitungen mit immer mehr Umsatzeinbußen zu kämpfen haben, so geben sie dennoch die Logik vor mit der die Menschen Text-Bild-Informationen aufnehmen. Nicht alles lässt sich immer und überall übertragen aber diese Prägung des Menschen komplett zu ignorieren ist bestenfalls dumm.

Die Abfolge eines Artikels sieht demnach wie folgt aus:

  1. Überschrift: aussagekräftig, suggestiv, polarisierend aber nie langweilig und einsilbig (es sei denn man baut ein Glossar oder Lexikon)
    • im HTML üblicherweise als <H1> gekennzeichnet. Je nach Content-Management-System (CMS) ist es nicht immer einfach die Überschriften richtig anzugeben ohne Dopplungen zu erhalten (WordPress z.B. macht aus dem Titel eine H1 aber es kann auch eine im Text gesetzt werden, dass verwirrt aber Google da nur eine H1 erwartet wird)
  2. Subline / Unterüberschrift: dient zur Ergänzung der Überschrift und ermöglicht es dem Nutzer die Information besser einzuordnen.
    • im HTML als <H2> bezeichnet.
  3. Teaser: Der Teaser ist meist ein 300 bis 500 Zeichen langes Satzkonstrukt, welches alle wichtigen W-Fragen beantwortet.
    • Das Ziel besteht in der Orientierungsfunktion des Nutzers der so weiß, ob es sich lohnt einen Artikel zu lesen oder nicht. Bei Suchmaschinen taucht der Teaser meist in Form eines Snippets auf, welches durch ein Artikelbild ergänzt wird.
  4. Text: Der eigentliche Text oder Hauptteil enthält alle Abhängigkeiten, Beschreibungen und Nachweise die notwendig sind, um aus dem Teaser einen vollwertigen Artikel zu gestalten.
  5. Zwischenüberschriften: Die Zwischenüberschriften stellen eine Kunst für sich dar, denn sie sollen zwar den Gedanken des Absatzes treffend wiedergeben aber gleichzeitig nicht wiederholen Inhalte wiedergeben oder zuviel verraten (es sei denn es ist gewünscht).
    • je nach Verwendung, Häufigkeit und gewünschter Gewichtung sollte die Zwischenüberschrift entweder eine <H2> oder <H3> sein.
  6. Fazit: Dem Fazit kommt je nach Artikeltyp eine unterschiedliche Bedeutung zu. Eine rein objektive Berichterstattung verzichtet auf eine eigene Meinung und damit ein Fazit, wohingegen eine Workshop oder ein Produkttest erst durch ein Fazit zu einem vollständigen Artikel wird.

Weitere nicht zu unterschätzende Tipps betreffen den Textstil und das Textlayout (also wie sieht der Hauptteil aus).

Textstil

  • Aktive Sprache
  • Starke Verben
  • Kurze Sätze
  • Prägnante Überschrift die mehr als ein Wort ist
  • Passende Zwischenüberschriften zum jeweiligen Absatz
  • Vermeidung von übermäßig vielen substantivierten Verben und Anglizismen „Sags Deutsch und einfach!“ der Leser dankts.
  • Wiederholungen und Zusammenfassungen bei komplexen Sachverhalten einbauen, um das Verständnis zu erhöhen

 Textlayout

  • Sparsam verwendete Formatierung (wenig FETT, kaum kursiv [nur für Zitate], nichts unterstrichen [nur für Links])
  • Absätze bei logischen Texteinheiten
  • Listen machen geclusterte Informationen übersichtlicher und leichter erfassbar
  • Keywords definieren und wenn möglich am Anfang von Überschriften und Absätzen einbauen aber nicht gehäuft einsetzen
  • Inhaltlich Relevantes verlinken (quer auf der Seite ist immer besser als, von der Seite weg)
  • Ein Bild sagt mehr als tausend Worte [Bildunterschrift und Alt-Text nicht vergessen]

Textfelder, Textboxen & Infokästen

Textfelder oder Textboxen sind kleine Highlights auf in einem Artikel, die die Aufmerksamkeit bündeln. Wer nicht über die Möglichkeit verfügt, eine Textbox in seinem Editor zu erzeugen, kann auch eine Grafik erstellen, die den Text enthält. Wichtig ist dann nur, dass eine exakte Bezeichnung im ALT-Attribut und im Titel der Grafik vorgenommen wird, da diese Elemente durch Google auffindbar sind. Wer darüberhinaus noch dem Nutzer einen großen Gefallen erweisen möchte, der gibt jedem Bild auch noch eine korrekte Bildunterschrift.

Der Infokasten
Eine auffällige Textbox

 

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